Qualitative Forschung

Aus OpenData

Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Qualitative Sozialforschung

Was?

  • Begriff aus den Sozialwissenschaften
  • vor allem Erhebung nicht standardisierter Daten und deren Auswertung

Wie?

  • Beabsichtigt nicht Subjekt-Objekt-Beziehungen, nicht Veränderung der Realität
  • Definitionen, Konzepte, Messinstrumente dürfen nicht festgefügt sein, sondern: richtige Deutung der erforschten Realität
  • dementsprechend Datenprozess so strukturieren, dass Forscher direkten Kontakt zum Erforschten hat und Verständnis für Realität entwickelt → Alltagsnähe, Offenheit
  • kennen lernen der Alltagswelt der Erforschten
  • Handelnde soll emotionale Distanz zum Forscher aufgeben
  • Rolle eines „naiv Lernenden“
  • Gruppendiskussion, erzählerische Interviews, standardisierte Beobachtung als
  • mögliche Verfahren

Voraussetzungen?

  • subjektive Sichtweisen
  • Deutungsmuster und Denkschemata der Handelnden mitzuerleben und daran teilnehmen
  • kommunikative Leistung




„Qualitatives Forschen ist der Versuch herauszufinden, wie Menschen einen Sachverhalt sehen, welche individuelle Bedeutung er für sie hat und welche Handlungsmotive in diesem Zusammenhang auftreten. Daraus werden Theorien konstruiert und Folgerungen für die Praxis gezogen.“ (Andrea Seel)
Quelle: [1] [02.10.2014]

Forum: Qualitative Social ResearchVolume 2, No. 1, Art. 8 – Februar 2001

Witt, H.(2001)  Lineare-zirkuläre Forschungsdesigns Forschungsstrategien bei quantitativer und qualitativer Sozialforschung

Ziele

Lebenswelt von "innen" (Lick 1996, S. 28ff) heraus bechreiben
Prinzip der Offfenheit
(theoretische Strukturierung des Forschungsgegenstandes erst, wenn seine Strukturierung durch die beforschten Subjekte erhoben und analysiert ist (Hoffmann-Riem 1980, S. 343)
Prinzip der Kommunikation
(zum Forschungssubjekt)

[Bearbeiten] Methoden der qualitativen Forschung

  • Visuell: (teilnehmende) Beobachtung/Ethnografie, Fotoanaylse/Filmanalyse
  • Verbal: Interviews, Gruppen-Verfahren


[Bearbeiten] Qualitative Interviews

„Jedes Interview ist Kommunikation, und zwar wechselseitige, und aber auch ein Prozess. Jedes Interview ist Interaktion und Kooperation. Das ‚Interview’ als fertiger Text ist gerade das Produkt des ‚Interviews’ als gemeinsamem Interaktionsprozess, von Erzählperson und interviewender Person gemeinsam erzeugt – das gilt für jeden Interviewtypus. (...) Interviews sind immer beeinflusst, es fragt sich nur wie. Es geht darum, diesen Einfluss kompetent,reflektiert, kontrolliert und auf eine der Interviewform und dem Forschungsgegenstand angemessenen Weise zu gestalten.“ (Cornelia Helfferich 2005, S.10) Narratives Interview
* Teil-narratives Interview
Das Teil-narrative Interview ist eine Interview, das sich aus dem narrativen Interview ableitet,aber Rückfragen durch die interviewende Person erlaubt sind, es wechseln sich daher Erzählpassagen mit Frage-Antwort-Passagen ab.

    • Die teil-narrative Leitfadenmethode als multivariante Interviewform (nach Jan Kruse 2006)

Kontinuum 1

  • Narratives Interview: Pol: sehr wenig strukturierend
  • Fragebogeninterview: Pol: sehr stark strukturierend

Kontinuum 2:

  • Offenes Leitfadeninterview: Pol: weniger strukturierend
  • Strukturiertes [Leitfadeninterview]: Pol: stärker strukturierend

Ethnografisches Interview
Biographisches Interview
Episodisches Interview
Leitfadeninterview

  • Teilstandardisiertes oder -strukturiertes Leitfadeninterview
  • fokussierte Interview
  • Experteninterview
  • Problemzentriertes Interview
  • Gruppendiskussionsverfahren


Leitfadeninterview

[Bearbeiten] Literatur

Harald Witt http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/969/2114 [02.10.2014] Kleining, Gerhard (1982). Umriß zu einer Methodologie qualitativer Sozialforschung. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 34, 224-253.

Kleining, Gerhard (1995). Lehrbuch Entdeckende Sozialforschung. Weinheim: Psychologie Verlags Union.
Ansatz von KLEINING (1982; 1995), der das heuristische Moment der qualitativen Sozialforschung besonders betont, der die gemeinsame Herkunft aller Methoden aus den Alltagsmethoden postuliert und der vier Regeln zur Durchführung qualitativer Forschung formuliert.


Kleining, Gerhard & Witt, Harald (2001, February). Discovery as Basic Methodology of Qualitative and Quantitative Research [81 paragraphs]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 1(2). Verfügbar über http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/1-01/1-01kleiningwitt-d.htm.

Witt, Harald (1997). Welche Forschung ist normal, oder Wie normal ist qualitative Sozialforschung? Zeitschrift für Politische Psychologie, 3+4, 251-269.

Zitation Witt, Harald (2001). Forschungsstrategien bei quantitativer und qualitativer Sozialforschung [36 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum Qualitative Social Research, 2(1), Art. 8, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs010189.


Bildungsforschung Quantitative Forschung
Zurück zur Hauptseite

Persönliche Werkzeuge
MEDIA